Das Amtsgericht Frankfurt hatte sich mit der Frage zu beschäftigen, ob herabfallende Walnüsse eines über die Grundstücksgrenze ragenden Walnussbaumes zu einer Haftung des Grundstückseigentümers führen, wenn hierdurch ein Schaden entsteht. In dem konkreten Fall fielen Walnüsse auf ein Fahrzeug, dass auf dem Nachbargrundstück abgeparkt war. Der Ast überragte das Grundstück mit 1,50m. Der Grundstückseigentümer hatte den Baum regelmäßig verschnitten; dennoch kam es zu dem Schaden in Form von Dellen am Gehäuse, Dach und Motorhaube. Der Schaden betrug 3.00o EUR.

Das AG Frankfurt hat entschieden, dass der Kläger im Herbst mit dem Herabfallen der Walnüsse rechnen musste und wies die Klage zurück. Das Gericht begründete das Herabfallen als eine natürliche Gegebenheit, auf die sich jeder einstellen kann und mit der zu rechnen ist, wenn man sein Fahrzeug darunter parkt. Die Entscheidung ist rechtskräftig!

Quelle: AG Frankfurt, Urteil vom 21.01.2018, AZ: 32 C 365/17 (72)