Wird für Zeiten der Betriebsratstätigkeit, die aus betriebsbedingten Gründen außerhalb der Arbeitszeit des Betriebsratsmitglieds erbracht werden muss, kein Freizeitausgleich gewährt, sondern Vergütung gezahlt, sind diese Zahlungen bei der Berechnung des Urlaubsentgelts sowie der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfalle dem Grunde nach zu berücksichtigen, wenn nicht vor Ablauf eines Monats Arbeitsbefreiung gewährt werden konnte.

Dabei sind der Höhe nach nur Zahlungen zu berücksichtigen, die dem regulären Arbeitsentgelt des Betriebsratsmitgliedes einschließlich etwaiger Mehrarbeitszuschläge entsprechen.

Urteil des BAG, vom 08.11.2017, AZ: 5 AZR 11/17